letzte Aktualisierung: 03.09.2010 21:44:00
Wer von Ihnen, liebe Leser, erinnert sich noch
an den 25. März des Jahres 2001, als der neue
Superintendent des Kirchenkreises Schöneberg,
der Wilmersdorfer Pfarrer Wolfgang
Barthen, von Generalsuperintendent Passauer
in unserer Kirche in sein Amt eingeführt wurde?
Es war ein für Ende März relativ kalter
Tag, und Schneeflocken begleiteten die Einführung.
Viele unserer Gemeindeglieder – wie
auch ich – waren dann gespannt darauf, wie
sich der neue Superintendent (und zu einem
Viertel auch Gemeindepfarrer) mit Dienstsitz
im Heilsbronnen in unsere Gemeinde einbringen
würde.
Schon bald wich diese Gespanntheit der
Erkenntnis, dass wir einen warmherzigen,
Gemeinschaft stiftenden Pfarrer gewonnen
hatten, voller neuer Ideen und doch mit dem
Bedürfnis, sich den Traditionen unserer Gemeinde
anzupassen. Von Anfang an zeigte
sich, dass der neue Superintendent um ein
gutes kollegiales Verhältnis zu seinen Amtsbrüdern
bemüht und bereit war, weit über seinen
prozentualen Anteil hinaus pfarramtliche
Aufgaben (vor allem Gottesdienste) zu übernehmen.
Seine Predigten zeichneten sich durch Gedankenfülle
und eine positive aufmunternde
Theologie aus. Sogenannte Mahnpredigten
waren vom ihm nicht zu hören. Man sah in
den Gottesdiensten eine Reihe von neuen
Gesichtern. Aus seiner vorherigen Wilmersdorfer
Gemeinde waren ihm Gottesdienstbesucher
und –besucherinnen gefolgt, die dann
unsere Gemeinde bereicherten.
In gespannter Erwartung habe ich zu Anfang
des Jahres 2002 an dem ersten von Spdt. Barthen
geleiteten 1½jährigen Gesprächskreis
unter dem Thema „Treffpunkt Gottesdienst“
teilgenommen, der im Sommer 2003 mit
einem schönen kleinen Fest abschloss. Es
waren ertragreiche Abende, an denen nicht
nur die interessanten Themen, sondern auch
immer die Gemeinschaft unter den Teilnehmenden
ihre besondere Bedeutung hatten.
In den folgenden Jahren 2003/2004 haben wir
viel über die „Frömmigkeit der Klöster“ gelernt,
dabei das Berliner Kloster Regina Martyrum
und das sächsische Benediktinerkloster
in Wechselburg besucht. Es folgte 2005-2007
ein äußerst spannender und das Gesichtsfeld
erweiternder Gesprächskreis über die Ökumene
in Berlin mit vielen Gästen aus den verschiedensten
christlichen Glaubensgemeinschaften
und Besuch von Gottesdiensten bei
Baptisten, böhmischen Brüdern, Charismatikern
sowie der äthiopisch-orthodoxen Berliner
Gemeinde. Alle Kontakte waren durch
unseren Gesprächsleiter geknüpft worden.
Daran anschließend gab es Fragen des Glaubens
und unserer Glaubensbekenntnisse und
zuletzt im vergangenen Jahr das Thema „Gebet“
zu besprechen. Wir hatten gut vorbereitete
Abende mit viel fruchtbarem Austausch
und Gemeinschaftserlebnis, dem auch eine
Reihe von gemeinsamen Busreisen gedient
hat, an die man nur mit viel Freude zurückdenken
kann.
Insgesamt waren diese letzten 9 Jahre für alle
beteiligten Gemeindeglieder eine segensreiche,
schöne Zeit, die wir ganz überwiegend
unserem Pfarrer und Bruder Wolfgang Barthen
zu verdanken haben. Mit dem herzlichen
Dank an ihn verbinden wir mit Blick auf sein
Dienstende all unsere guten Wünsche für
Wohlergehen und Gottes Segen in der kommenden
Zeit für ihn und seine Frau. Viele haben
die Hoffnung auf weiteres Verbundensein
auch in der Zukunft.
Ernst-Dieter Wüstenhagen
Foto: Henrik Weinhold/Berliner Missionswerk