letzte Aktualisierung: 06.02.2012 13:31:27

Botshabelo — Partnerkirchenkreis in Südafrika

Kreiskirchenrat und Kreissynode haben ein deutliches Votum gegen das Einschlafen und Vergessen abgegeben. Mit der Losung aus Gen. 37,14 „Geh hin und sieh, ob’s gut steht um deine Brüder (und Schwestern)“ bin ich also kurzentschlossen im Frühjahr als Beauftragter für Mission und Ökumene für 10 Tage nach Botshabelo gereist.

Gemeindeglieder aus Lobethal Und es sollte mir auf einem Gebiet von 50 x 200 Kilometern wirklich keine der 13 Gemeinden des Kirchenkreises verborgen bleiben. Der junge und tatkräftige Dean Khodoga hatte es meisterhaft organisiert, dass ich von Mitgliedern der mens league von einer zur nächsten Gemeinde gebracht wurde. Und jedes Mal beeindruckte mich der herzliche und offene Empfang von Groß und Klein in den Gemeinden, die sich erwartungsvoll versammelt hatten, um Neues aus Berlin-Schöneberg zu hören.

Ja, es steht gut mit den Partnern im tiefen Süden! Nicht, dass sie nicht auch (wie wir) manch anspruchsvolle Herausforderungen in ihren Gemeinden zu bestehen hätten. Aber die Gespräche und Gottesdienste mit ihnen vermittelten mir lebendigen Glauben und Zuversicht , Engagement und Freude, die mich zuweilen stark berührten. Jedesmal wurde der Abschied nach kurzem Besuch schwer. Ach, dass man sich doch wieder sehen könnte – in größerer Runde mit viel mehr Zeit. Vertreter des Kreisjugendkonventes sind extra nach Jane Furse gereist, um mit mir über Jugendarbeit ins Gespräch zu kommen. Eine Jugendbegegnung wäre ihr Traum.

Ein wortwörtlich bewegender Gottesdienst in Middelburg Und: Ja, man erinnert sich auch bei uns! Zwei Damen aus der Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen haben noch regen Briefkontakt zu einer Sängerin, die bei ihnen vor vielen Jahren während eines Besuchs der Martin-Luther-Kantorei aus Botshabelo zu Gast war. Auch dass ich gebeten wurde für einen Gemeindebrief ein paar Zeilen von meiner Reise nach Botshabelo zu schreiben, ist für mich ein ermutigendes Zeichen dafür, dass auch hier bei uns noch ein Lebenslicht der Partnerschaft brennt. Ich bin mir sicher, dass das nicht die einzigen Lichtblicke sind, nur dass ich von den anderen nicht weiß. Darum bitte ich alle Interessierten, die mit mir die Hoffnung haben, dass es in Begegnung und Austausch mit den Brüdern und Schwestern in Südafrika wieder strahlend hell wird, sich mit mir in Verbindung zu setzen. So könnte ein neuer Kreis entstehen, der die Verbindung zu unseren Partnern wieder aufnimmt, die schon gespannt auf Nachricht warten.

Mehr zu erfahren gibt es beim Missionstag am 11. Oktober 2009 ab 14.00 Uhr in Nathanael (Grazer Platz), zu dem ich herzlich einlade und zu dem auch Dean Khodoga als Gast erwartet wird. Schließlich will ich gerne die vielfachen herzlichen Grüße aus Botshabelo weitergeben, die mir an die Schöneberger mitgegeben worden sind.

Michael Volz