letzte Aktualisierung: 06.02.2012 13:31:27

Pfarrer aus eigener Kraft

500 Pfarrer-Paten gesucht

Stand15.01.2012               Sonderkonto «PfarrerprojektHeilsbronnen»
Postbank Berlin               
Kontonummer 91 609 101
Bankleitzahl   100 100 10
Spender300
Jahressumme (2011)87.730 €
Gesamtsumme271.479 €

 

Liebe Pfarrer-Patinnen und Paten!

So v i e l ist passiert.
Wo anfangen?
Am besten mit dem letzten Brief; dem vom 9.1.2012. Da schreibt T.P.:
"Liebe Gemeinde Zum Heilsbronnen, ich habe vor Weihnachten einen Zeitungsartikel zu Ihrer Aktion gelesen und die Details von... erfahren. Ich bin zwar schon seit Jahren Mitglied in der ...-Gemeinde, aber meine Wurzeln liegen im Heilsbronnen." Und dann erzählt der Briefeschreiber seine Heilsbronnen-Geschichte in Kurzform: Taufen, Konfirmationen, Bestattung. Die Pfarrer Stoewer und George. Und der nie abgerissene Kontakt, der jetzt durch einen Zeitungsartikel aktualisiert wurde. Und schließt: "Ich hoffe, dass mein Beitrag hilft, das gewünschte Ziel zu erreichen." (Und die erste Dauerüberweisung ist schon eingetroffen). Und wie der Beitrag hilft!

Also, von Anfang an:
Ich singe seit einem Vierteljahrhundert in einer Kantorei. Neben mir im Tenor zwei Karl-Heinze, ein evangelischer und ein katholischer. Beide erfahrener und älter und inzwischen verstorben. Beide auch nicht aus der Gemeinde, wie das in der großen Stadt so ist. Aber Singen zur Ehre Gottes. Der eine Karl-Heinz, der katholische, ist ein Hundefreund und bringt vom Trainingsplatz einen anderen, auch aus dem Norden Berlins, mit zum Adventsbasar. Dort entdeckt dieser selbstgetöpfertes und findet Gefallen daran und auch losen Kontakt zur Gemeinde. †ber die Jahre erwirbt er eine Krippe. Man bleibt im Gespräch. So lernen wir uns kennen.

Der Kontakt überdauert den Gemeindewechsel. Herr S. kommt nun auch zum Adventsmarkt in die Heilbronner Straße. Wir sehen uns nicht oft, aber er ist anhänglich und offen für die Kirche. Sonst weiß ich wenig über ihn. Aber seit Jahren bezieht er den Gemeindebrief des Heisbronnen. Ein monatliches Lebenszeichen hinauf nach Tegel. "Damit ich Bescheid weiß". Einmal besucht er die Offene Kirche. "Wie geht es Ihrer Frau?" In einer anderen Gemeinde hat er Zugang gefunden zum Seniorenkreis. Einer von den Hecken und Zäunen, der vorsichtige Schritte tut.

Irgendwie muss er beim Lesen von unserer Aktion "Pfarrer aus eigener Kraft" Notiz genommen haben. Etwas daran hat ihm eingeleuchtet, vielleicht imponiert oder herausgefordert. Er hat nie mit mir darüber gesprochen. Hat ganz allein entschieden: Das ist mir ein Vermächtnis von 50.000.- € wert.

Wow! Heilsbronnen nimm es wahr und danke dem Herrgott, dass er mit Menschen solche Wege geht und es unvermittelt regnen lässt.

Reine Güte.

Ich habe erst 9 Monate später vom Tode von Herrn S. erfahren. Schade. Ich weiß nichts über die Umstände seines Todes. Ich konnte ihn weder begleiten noch ihm danken. Vielleicht ist es aber auch gut so.

Haben als hätte man nicht.

Und eine Gebetskerze für ihn anzünden am Totensonntag, auf dem Leuchter, den er kannte, das liebe ich wohl. Und ich werde es tun. Auch sein Name wird dann unhörbar verlesen.

Und künftige Pfarrer und Gemeindekinder des Heilsbronnen mögen sich dankbar erinnern: Einer aus Tegel war es, der mit am Fundament des "Pfarrers aus eigener Kraft" gebaut hat.

Ein Fremder.

Still und unerkannt.

Wie sollte das Christenmenschen in Erstaunen versetzen.

Fröhliche Weihnachten!

Ihr Wolfgang Barthen