Brief unserer Pfarrerin

Brief unserer Pfarrerin

Brief unserer Pfarrerin

# Startseite

Brief unserer Pfarrerin

Brief an die Redaktion von „Die Kirche“  

Sie haben es für richtig befunden, in Ihrer Zeitung unter dem Titel „Fusion mit Hindernissen – wenn zwei Gemeinden nicht zusammenpassen“ (Evangelische Zeitung) bzw. „Der Streit um Apostel-Paulus“ (Die Kirche) einen Artikel zu veröffentlichen, der die Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen als nicht „offen für alle“ diffamiert. Ich distanziere mich mit aller Entschiedenheit von Ihren völlig unzutreffenden Aussagen und erwarte eine Richtigstellung. Ich weise darauf hin, dass vorab weder mit mir noch mit meinem Pfarrkollegen Oliver Wegscheider noch mit dem GKR-Vorsitzenden der Gemeinde, Prof. Dr. Schneider, gesprochen wurde. Ein solches Vorgehen widerspricht allen Grundregeln des seriösen Journalismus.  

Zu Ihrer Information und Richtigstellung führe ich exemplarisch folgende Punkte an:

Die Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen über ein Narrativ aus dem letzten Jahrtausend zu diffamieren („liberal versus konservativ, Tradition gegen offene Räume“), mag mit der mich erstaunenden Uninformiertheit der Nachbarpfarrerin entschuldigt werden – dass Sie dieses in ein Zitat verpackte Narrativ unkommentiert und ungeprüft übernehmen, ist schlechtester Journalismus und einer Kirchenzeitung unwürdig. Die Kirchengemeinde Zum Heilsbronnen ist alles andere als konservativ: Hier agieren unterschiedlichste Menschen – jung und alt, Menschen unterschiedlicher Lebensformen oder sexueller Orientierung – völlig selbstverständlich miteinander in der Leitung, in Gruppen und Kreisen, im frequentierten Café der Gemeinde. Wir feiern experimentelle bunte Gottesdienste mit Abendmahl mit Kindern genauso gern wie traditionsreiche evangelische Messen. Wir tun das in dem Bewusstsein, dass die Ausdrucksformen von Gottes Wort vielfältig sind und wir nur durch Offenheit und eine gleichermaßen einladende wie nachgehende Gemeindearbeit Gottes Liebe spürbar machen können.  

Als Grundlage für Ihre Richtigstellung lade ich Sie zu einem Besuch in den Heilsbronnen ein. Ich verspreche Ihnen:

Sie werden danach einen faktenbasierten Artikel dazu schreiben können, wie fröhliche Offenheit und gemeindliche Vielfalt in den Kiez strahlen können – genau dort, wo andere vielleicht die letzten Folterkammern der Inquisition vermuten.  

Mit freundlichem Gruß

Christiane Klußmann

Dies könnte Sie auch interessieren

0
Feed